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Eine behindertenfreundliche Stadt? |
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Jugendliche testen problematische Stellen in Bamberg – Auf Mithilfe von Passanten angewiesen |
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„Ich fahre mal eben noch in die Stadt, gehe noch kurz zur Bank und dann schau ich mich noch nach einer neuen Jeans um …“. Eigentlich sollte ein solch alltägliches Vorhaben für niemanden ein größeres Hindernis darstellen. Aber gilt das auch für unsere behinderten Mitmenschen? Dies wurde in einem Selbstversuch mit einem vom Mediteam ausgeliehenen Rollstuhl getestet.
Es wurden mehrere Gebäude in der Stadt angesteuert, sowie auch der ZOB, der durch eine niedrige Bordsteinkante gut erreichbar ist. Um die Rollstuhltauglichkeit der Stadtbusse zu demonstrieren, ließ ein Busfahrer eine, speziell für Rollstuhlfahrer entwickelte, Rampe herunter, mit deren Hilfe man bequem in den Bus einsteigen und diesen ebenso auch wieder verlassen kann. Der einzige Mangel am ZOB ist der für Rollstuhlfahrer zu hoch angebrachte Kartenautomat. Behindertenfreundliche Gebäude Als behindertenfreundliche Gebäude in Bamberg empfanden wir das Atrium und Karstadt. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass fast alle öffentlichen Einrichtungen und Einkaufszentren angemessen ausgestattet sind. Flach ansteigende Rollrampen sowie Aufzüge, mit denen man jedes Stockwerk erreichen kann, automatische Türen und Behindertentoiletten gehören beinahe zur Grundausstattung, wobei diese manchmal nicht in ausreichender Zahl vorhanden oder nur schwer zu erreichen sind, wie ein Betreuer der Lebenshilfe im Laufe eines Interviews erwähnte.Sind Schulen behindertengerecht? Doch wie sieht es in Schulen mit einer behindertengerechten Einrichtung aus? Nach eingehender Recherche stießen wir auf zwei positive Beispiele: Zum einen das Englische Institut, eine Mädchenschule im Herzen Bambergs, und zum anderen die Real- und Wirtschaftsschule Blaue Schule.Sind in einem der besuchten Gymnasien 80 Stufen vom Eingang bis in den letzten Stock zu bewältigen, verfügt das EI über einen behindertengerechten Eingang und einen für Rollstuhlfahrer eingerichteten Aufzug. Ebenso über tiefer eingebaute Waschbecken, die den körperlich beeinträchtigten Schülern ihr alltägliches Leben erleichtern. Das Betreten des Pausenhofes stellt für Gehbehinderte kein Hindernis dar, da die Ebene des Pausenhofes der des Schulgebäudes gleichgesetzt ist. Hilfsbereitschaft der Mitmenschen Auch in einem Gespräch mit zwei von insgesamt 460 Mitarbeitern der Bamberger Lebenshilfe, einer Einrichtung für geistig und körperlich beeinträchtigte Menschen, wurde über die Probleme von körperlich behinderten Mitmenschen gesprochen.Dabei stimmte uns folgende Aussage besonders nachdenklich: „ Es gibt Leute, die höflich sind und versuchen zu unterstützen, aber auch welche, die blöd reagieren.“ Eine behindertenfreundliche Stadt erkennt man demnach nicht nur an der Anzahl der abgesenkten Bürgersteige, sondern – was genauso wichtig ist – auch an der Hilfsbereitschaft der Mitmenschen.
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